Das Bewerbungsdossier ist eine Verkaufsmappe und muss erstens gewinnend daherkommen und zweitens neugierig machen. Es darf aber gleichzeitig keine falschen Hoffnungen wecken. Ein vollständiges Dossier besteht aus Motivationsschreiben, Lebenslauf, Zeugnissen und Diplomen. Bei Bedarf kann dieses mit einem Empfehlungsschreiben der IV ergänzt werden.

  • Das gesamte Dossier muss ansprechen und zu Ihnen passen
    • Bewerben heisst werben
    • Fehlerfrei und lückenlos dokumentiert
    • Übersichtlich aufgebaut und chronologisch geordnet
    • Gut lesbare Schrift

Motivationsschreiben

Das Motivationsschreiben ist ein wichtiger Bestandteil des Bewerbungsdossiers. Bewerben Sie sich auf die Stelle. Schreiben Sie in kurzen und aussagekräftigen Sätzen warum Sie die geeignete Person für die ausgeschriebene Stelle sind. Vermeiden Sie wenn möglich Wiederholungen aus dem Lebenslauf. Nehmen Sie Bezug auf die Firma und die offene Stelle. Schreiben Sie direkt (z.B. „ich freue mich von Ihnen zu hören“ und nicht: „ich würde mich freuen…“). Beschränken Sie sich auf eine A4 Seite.

Ein Motivationsschreiben besteht aus 3 Teilen:

Einleitungsteil: Sie bieten die xy Stelle an (Bezug zum Inserat)
Beispiele:
In Ihrer Anzeige vom xy beschreiben. Sie eine berufliche Aufgabe, die mich besonders interessiert...
Ihre Firma hat sich durch innovative Lösungen einen Namen gemacht…
Bei künftigen Marketingaktivitäten kann ich Sie durch mein Wissen und mein Engagement unterstützen.

Mittelteil: Ich bringe die Voraussetzungen dafür mit (Beschrieb Erfahrungen)...
Beispiele:
Zurzeit bin ich in einer erfolgreichen Unternehmensberatung tätig.
Nach Abschluss meiner Weiterbildung als xy suche ich eine neue berufliche Herausforderung...

Schlussteil: Gerne setze ich mein Know-how in Ihrer Firma ein, Abschlussgruss (was Sie möchten).
Beispiele:
Ich freue mich, von Ihnen zu hören.
Für weitere Auskünfte stehe ich Ihnen in einem persönlichen Gespräch zur Verfügung.

Lebenslauf

  • Lebenslauf ist kurz, übersichtlich und chronologisch verfasst (das Neuste zuerst)
  • Zeugnisse und Diplome sind vollständig vorhanden und chronologisch geordnet
  • Referenzen werden üblicherweise erst beim Vorstellungsgespräch abgegeben
    • Betreffende Person muss über Kandidatin, deren Know-how und Arbeitsweise Auskunft geben können
    • Betreffende Person muss bereit sein Auskunft zu geben und sollte eine gewisse Aussagekraft haben

Bewerbungsstrategie festlegen

Die Ausgangslage ist geklärt und die Grundlagen sind erstellt. Eine gute Bewerbungsstrategie erleichtert ein zielgerichtetes Vorgehen.

  • Wo stehe ich und wie gehe ich vor
  • Wie bin ich vernetzt? (Persönliches Netzwerk erstellen)
  • Wo und wie werden Stellen gesucht?
    • Offener Arbeitsmarkt (Websites von Firmen, Verbänden und Anbietern, Jobplattformen, Inserate, RAV, Stellenvermittler und Personalberater)
    • Verdeckter Arbeitsmarkt (Telefonische Anfragen oder schriftliche Spontanbewerbungen, gezielte Nachfragen bei Personalvermittlern, Social Media, Netzwerkarbeit)
  • Welche Hilfsmittel stehen mir zur Verfügung (Internet, Zeitungen, etc.)
  • Was kommuniziere ich wie?
    • Gesundheitliche Einschränkungen Link
      • Müssen erwähnt werden wenn sie die Arbeitsfähigkeit beeinflussen
      • Sollen erwähnt werden wenn sie offensichtlich sind
      • Können erwähnt werden um eine Vertrauensbasis und dadurch Goodwill zu schaffen
    • Lücken im Lebenslauf
      • Sollen möglichst transparent und offen kommuniziert werden; kreative Begründungen wie "Familienauszeit" oder "Regenerationspause" sind offensichtlich und wollen begründet werden

Vorstellungsgespräch führen

Das Vorstellungsgespräch ist ein Verkaufsgespräch. Es geht darum, in einem definierten Zeitrahmen einen möglichst guten Eindruck zu hinterlassen und den potentiellen Arbeitgeber zu begeistern oder zumindest sein Interesse zu wecken. Bei der Vorbereitung sind folgende Schwerpunkte zu bedenken:

  • Persönlichkeit (Sympathie / Antipathie)
    • Was für ein Mensch bin ich und wie präsentiere ich mich?
  • Leistungsmotivation
    • Wie bringe ich meine Motivation deutlich zum Ausdruck?
    • Wodurch habe ich meine Leistungsmotivation in früheren Anstellungen zum Ausdruck gebracht?
  • Kompetenzen
    • Welche Kompetenzen zeichnen mich aus, worin unterscheide ich mich von Mitbewerbern?
    • Weshalb soll der Arbeitgeber mich anstellen?
  • Interesse zeigen
    • Die wichtigsten Eckdaten der Firma im Internet recherchieren
    • Fragen vorbereiten
    • Notizblock und Schreibzeug mitnehmen